13. Mai 2016

Nisthilfen für Wildbienen



Das "Insektenhotel" am oberen Rand des Gartens wird von mir immer mal wieder erneuert oder einzelne Elemente ausgetauscht.

Dieses Jahr ist es wieder soweit, es wird komplett neu renoviert mit meiner Meinung nach effektiveren Elementen.
Schließlich möchte ich ja so viele Insekten wie möglich anlocken und sie dazu bringen ihre Brut abzulegen.



Die Bambusröhren dürfen bleiben, sie haben sich bisher sehr gut bewährt und sind gut angenommen worden.
Was mir an ihnen besonders gut gefällt ist die Tatsache, dass sie sehr lange Nisthöhlen haben, teilweise bis zu 20 cm.
Für Wildbienen gilt je länger die Röhren sind, desto besser, wichtig ist auch dass sie hinten verschlossen sind.




Einige alte Bambusrohre wurden gereinigt und neu arrangiert, ich habe aber zusätzlich auch wieder Neue gekauft, diese werden von mir mit einer Astschere zurecht geschnitten, das geht am besten.

Am oberen Ende der Wildblumenwiese habe ich zusätzlich noch einige Nisthilfen auf große Steine gelegt und mit alten Dachziegeln sowohl von oben als auch von der Seite vor schlechtem Wetter geschützt.




Als neue Elemente kamen Hartholzblöcke hinzu.
Ich hatte noch alte Buchenholzdielen im Keller liegen, diese sind dazu bestens geeignet.
Allerdings habe ich mich bei der Verarbeitung ganz schön unterschätzt, es ist nicht einfach diese Blöcke zu sägen und zu bohren, ich war den ganzen Tag beschäftigt.
Die Bohrlöcher haben Durchmesser von 3 mm - 9 mm, wobei die kleineren Durchmesser überwiegen sollten.

Bambusröhren und Buchenholz

Bambusrohre, Buchenholz und Naturstrohhalme


Nach nur einer Stunde, nachdem ich die Nisthilfen aufgestellt hatte, kamen auch schon die ersten Besucher.
Die rote Mauerbiene (Osmia bicornis) war als erste da und hat den ganzen Tag am Nest gebaut.
Sie bevorzugt bei mir den Durchmesser von 8 mm.








Ein weiteres Element ist gerade noch in Arbeit.
In zwei schon etwas ältere Tonbrocken habe ich mit verschiedenen Durchmessern (dazu habe ich Bambusröhrchen benutzt) Löcher gedrückt.
Ich lasse die Blöcke nun einige Zeit trocken, evtl. kann ich sie später auch noch brennen.



Wenn man Nisthilfen baut ist es natürlich sehr wichtig den Bienen auch Nahrungsquellen zu bieten.
Es nützt also nichts die Hilfen aufzustellen wenn es in der Gegend nirgends Nektar oder Pollen zu finden gibt.
Ich versuche ihnen das ganze Jahr über ein vielseitiges Angebot zu geben, angefangen mit Krokus im März bis hin zu den späten Blühern im Herbst.

Zum Schluß kann ich euch zum Thema Nisthilfen - Wildbienen einige sehr schöne Seiten ans Herz legen, schaut einfach mal dort rein wenn es euch interessiert:



LG Alex







Kommentare:

  1. Über DoMis Garten bin ich auf Deinem Blog gelandet.....und ich bin total überrascht so einen tollen Beitrag gefunden zu haben. Ich habe auch schon ein bisschen in Deinem Blog "geschmökert" und werde jetzt sicher keinen Beitrag von Dir mehr verpassen! Ein Garten nach meinem Geschmack!!
    Ich selbst habe auch einen Naturgarten und meine ganz besondere Fürsorge darin gilt den Wildbienen und Hummeln. Seit vielen Jahren beschäftige ich mich damit.
    Ich freue mich immer, wenn es Menschen gibt, die es mir gleich tun.
    Du hast Dir viel Arbeit gemacht, die sich lohnt!
    Vergangenes Jahr habe ich diesbezüglich auch einen kleinen Beitrag gebracht, aber lange nicht so informativ und beeindruckend. Mein Blog wird auch eher etwas vernachlässigt, denn ich hab´s nicht so mit der Technik. Bin lieber im Garten!!

    Wünsche Dir schöne Pfingsten und weiterhin frohes Schaffen im Garten.
    Liebe Grüße, Helge

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  2. Die Hartholzblöcke sehen gut aus, da splittert dann auch nichts.
    VG
    Elke

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  3. Ein sehr informativer und interessanter Post. Ich habe sehr viele Bienenpflanzen und auch gesammelte Bambusbündel aber irgendwie habe ich immer das Gefühl die Bündel werden nicht wirklich angenommen. Vielleicht liegt es daran dass der Regenschutz nicht optimal ist. Vielen Dank für die vielen Ideen. LG Marion

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  4. Perfekt! Man muss sich nur mal die vielen Insektenhotels genauer, die hier so in den Gärten genauer anschauen, dann dürfte einem auffallen, wie wenig sie eigentlich angenommen werden. Ich musste auch erst mal nachlesen, um zu erfahren, was man alles falsch amchen kann. Vielen Dank für die Vorstellung deiner Varianten!
    LG Sisah

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  5. Tolle Idee mit dem Ton! Das ist viel weniger aufwendig, als Löcher mit dem Holzbohrer zu bohren. Das werde ich demnächst auch mal versuchen.
    LG Jessica

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  6. Wow, dein Insektenhotel sieht einfach toll aus und wird sicher viele neue Bewohner anziehen :)

    LG Paultschi

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  7. Hallo liebe Alex,
    da warst du ja enorm fleißig und es war sicher sehr befriedigend, als kurz nach Fertigstellung die erste Biene eingezogen ist.
    Ich habe mit großem Interesse deine vielen Tipps gelesen. Du kennst dich ja wirklich gut aus. Ich hatte auch schon überlegt, ob ich mich mal ans Werk machen und den kleinen Brummern Nisthilfen anbieten soll. Habe auch schon angefangen Material zu sammeln. Aber oberhalb unseres Grundstückes beginnt ja schon die Wildnis, ungestörte Natur mit vielen alten Bäumen. Denke, da haben sie viele Unterschlupfmöglichkeiten. So beschränke ich mich darauf ihnen Nahrung zur Verfügung zu stellen. Beim abendlichen Rundgang ist überall so ein Gesumme zu vernehmen. Die Kalmiendeutzie wird momentan heiß umschwärmt, aber auch Akelei und Zierlauch.
    Ich freue mich immer sehr, wenn ich das Gewusel da beobachte.

    ♥∗✿≫✿≪✿∗♥
    Herzlich grüßt
    Uschi

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    1. Hallo Uschi,

      mein Grundstück grenzt auch an den Wald und die Wiese.
      Es gibt dort wie du schreibst mit Sicherheit genügend Platz zum Nisten.
      Ich finde es schön dass du Nahrung zur Verfügung stellst, das mache ich auch.
      Die Nisthilfen habe ich auch deshalb aufgestellt, weil es einfach sehr interessant zu beobachten ist.

      LG Alex

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  8. Guten Tag. Ich habe diese Webseite durch einen Zufall besucht, da ich auf der Suche nach einem Kunststoffzaun für meinen Garten bin. Gut den Anbieter habe ich gefunden. Aber eure Webseite hat mich einfach angesprochen. Tolle Bilder und tolle Blogs. Weiter so

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  9. Cooles Bienenhausprojekt. Im Zoo haben wir eines, das ist wirklich leer. Im Botanischen Garten ist eines, das wird sehr gut besucht. Unterschied: Das steht zwischen den blühenden Pflanzen. Man muss es den Tierchen leider wirklich in die Flugbahn stellen, da sie es sonst nicht annehmen.

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