23. Juni 2016

Gartenprojekte - Sandarium



Ein Projekt welches mir schon lange am Herzen liegt ist das Sandarium.


Ein Sandarium ist ein Sandhaufen, teilweise auch mit Lehm oder Erde gemischt.
Er soll verschiedenen Insekten als Unterschlupf, Nistplatz und Nahrungsquelle dienen.


Was viele nicht wissen, mehr als die Hälfte der Wildbienenarten, welche Nester bauen, nisten im Erdboden. 
Für sie ist so ein Haufen hoffe ich genau das Richtige.

Der Haufen lockt außerdem noch Eidechsen an, Ameisen, Sandlaufkäfer und noch viele mehr.
Auch Schmetterlinge haben hier schon ein Sonnenbad genossen.
 .

Lange habe ich überlegt wo ich denn den Sandhaufen hinbauen und vor allem wie ich ihn einigermaßen sicher befestigen kann, ohne dass beim nächsten starken Regen nichts mehr davon übrig ist.

Für den geeigneten Standort musste ein Rhododendron weichen, er hat mir an dieser Stelle noch nie gefallen und viel zu viel Platz eingenommen.
Er hat jetzt einen schöneren, besseren Platz bekommen.

Zur Befestigung nach hinten und zu beiden Seiten habe ich die Unterseite eines alten Grillkamins aus Beton genommen, dieser lag schon seit Jahren sinnlos am Gartenrand herum.
Ich habe ein Loch gebuddelt und etwas Mutterboden entfernt, den Betonklotz hineingestellt und dann mit einer Mischung aus Spielsand, Lehm und Erde aufgefüllt.




Die unschöne Außenseite des Betons habe ich zum Schluß noch mit Steinen kaschiert, in deren Hohlräumen fühlen sich zudem auch noch zahlreiche Tierchen wohl.




Damit der Sand nach vorn nicht so abrutscht habe ich auch hier noch ein paar Steine zur Befestigung eingebaut.



Bis jetzt konnte ich auch schon Solitärbienen beobachten, die sich hier Material zum Verschliessen ihrer Niströhren geholt haben.



Ich bin schon sehr gespannt ob und was sich einnistet.




LG Alex








30. Mai 2016

Gartenprojekte - Steinpyramide



Die letzten Wochen ist wieder viel passiert im "Wilden Garten".
Das Wetter spielt an meinen freien Tagen ganz gut mit, so bin ich gut voran gekommen.
Sonne und Regen wechseln sich momentan ab, so wächst und gedeiht alles sehr gut.


An der Stelle im oberen linken Gartenbereich, wo vorher die Kräuterschnecke stand, ist aus den übrig gebliebenen Steinen eine Steinpyramide entstanden.



So ein Steinhaufen dient vielen Tieren im Garten auf verschiedene Art und Weise.
Zum einen bietet er den Einen im Sommer Schutz vor Regen oder Feinden, im Winter vor der Kälte.
Zum anderen erleichtert er den Anderen die Suche nach Nahrung.
Schmetterlinge und Eidechsen nutzen die von der Sonne aufgewärmten Steine um sich zu sonnen.
Auch Kröten nutzen ihn als Unterschlupf.



Ringsum die Pyramide habe ich noch verschiedene Pflanzen wie beispielsweise Salbei, Thymian, Lichtnelke, Küchenschelle,... für die Insekten gepflanzt.


Jetzt im Mai kann man praktisch jeden Tag sehen wie die Pflanzen wachsen und Blüten bilden.







LG Alex





13. Mai 2016

Nisthilfen für Wildbienen



Das "Insektenhotel" am oberen Rand des Gartens wird von mir immer mal wieder erneuert oder einzelne Elemente ausgetauscht.

Dieses Jahr ist es wieder soweit, es wird komplett neu renoviert mit meiner Meinung nach effektiveren Elementen.
Schließlich möchte ich ja so viele Insekten wie möglich anlocken und sie dazu bringen ihre Brut abzulegen.



Die Bambusröhren dürfen bleiben, sie haben sich bisher sehr gut bewährt und sind gut angenommen worden.
Was mir an ihnen besonders gut gefällt ist die Tatsache, dass sie sehr lange Nisthöhlen haben, teilweise bis zu 20 cm.
Für Wildbienen gilt je länger die Röhren sind, desto besser, wichtig ist auch dass sie hinten verschlossen sind.




Einige alte Bambusrohre wurden gereinigt und neu arrangiert, ich habe aber zusätzlich auch wieder Neue gekauft, diese werden von mir mit einer Astschere zurecht geschnitten, das geht am besten.

Am oberen Ende der Wildblumenwiese habe ich zusätzlich noch einige Nisthilfen auf große Steine gelegt und mit alten Dachziegeln sowohl von oben als auch von der Seite vor schlechtem Wetter geschützt.




Als neue Elemente kamen Hartholzblöcke hinzu.
Ich hatte noch alte Buchenholzdielen im Keller liegen, diese sind dazu bestens geeignet.
Allerdings habe ich mich bei der Verarbeitung ganz schön unterschätzt, es ist nicht einfach diese Blöcke zu sägen und zu bohren, ich war den ganzen Tag beschäftigt.
Die Bohrlöcher haben Durchmesser von 3 mm - 9 mm, wobei die kleineren Durchmesser überwiegen sollten.

Bambusröhren und Buchenholz

Bambusrohre, Buchenholz und Naturstrohhalme


Nach nur einer Stunde, nachdem ich die Nisthilfen aufgestellt hatte, kamen auch schon die ersten Besucher.
Die rote Mauerbiene (Osmia bicornis) war als erste da und hat den ganzen Tag am Nest gebaut.
Sie bevorzugt bei mir den Durchmesser von 8 mm.








Ein weiteres Element ist gerade noch in Arbeit.
In zwei schon etwas ältere Tonbrocken habe ich mit verschiedenen Durchmessern (dazu habe ich Bambusröhrchen benutzt) Löcher gedrückt.
Ich lasse die Blöcke nun einige Zeit trocken, evtl. kann ich sie später auch noch brennen.



Wenn man Nisthilfen baut ist es natürlich sehr wichtig den Bienen auch Nahrungsquellen zu bieten.
Es nützt also nichts die Hilfen aufzustellen wenn es in der Gegend nirgends Nektar oder Pollen zu finden gibt.
Ich versuche ihnen das ganze Jahr über ein vielseitiges Angebot zu geben, angefangen mit Krokus im März bis hin zu den späten Blühern im Herbst.

Zum Schluß kann ich euch zum Thema Nisthilfen - Wildbienen einige sehr schöne Seiten ans Herz legen, schaut einfach mal dort rein wenn es euch interessiert:



LG Alex







12. Mai 2016

Kinderstube



Mitte April und Anfang Mai habe ich auf der Fensterbank in Anzuchtschalen nochmals ein paar Kräuter und Wildblumen gesät um sie etwas vorzuziehen bevor sie ausgepflanzt werden.
Bisher wachsen und gedeihen sie ganz prächtig.
Tagsüber dürfen sie auch schon an die frische Luft, nur nachts werden sie noch ins Haus geholt, da es in der Nacht noch sehr kalt ist und die Eisheiligen ja auch kurz bevor stehen.

Kräuteraussaat:
- Liebstöckel (Levisticum officinale)
- Basilikum (Ocimum basilicum)
-  Oregano (Origanum vulgare)
- Petersilie (Petroselinum crispum)
- Petersilie Mooskrause
- Estragon (Artemisia dracunculus)
- Thymian (Thymus vulgaris)
- Kerbel (Anthriscus cerefolium)
- Dill (Anethum graveolens)




Wildblumenaussaat:
- Witwenblume (Skabiose)
- Roter Lein (Linum grandiflorum)
- versch. Malven (Malva)
- Echtes Herzgespann (Leonurus cardiaca)
- versch. Stockrosen (Alcea rosea)
- Wilde Möhre (Daucus carota subsp. carota)
- Sonnenhut (Echinacea und Rudbeckia)
- versch. Königskerzen (Verbascum)
- Blauer Natternkopf (Echium vulgare)
- Nickendes Leimkraut (Silene nutans)
- Riesenysop (Agastache rugosa)
- Brauner-Fingerhut (Digitalis parviflora)
- Kuckucks-Lichtnelke (Silene flos-cuculi (L.) Clairv., Syn.: Lychnis flos-cuculi L.)
- Gemeine Wegwarte (Cichorium intybus)
- Wiesensalbei (Salvia pratensis)
- Esparsette (Onobrychis)





Die letzten Jahre habe ich oft den Fehler gemacht Gemüse wie Bohnen und Zucchini schon Anfang Mai vor den Eisheiligen auszupflanzen.
Leider sind mir dann meistens viele Pflanzen erfroren.

Mit Bohnen und Kürbis war ich dieses Jahr mit der Aussaat anscheinend etwas zu früh dran, sie blühen bereits in der Wohnung.
Bei einer Bohnensorte hängt bereits schon eine Bohne an der Pflanze :-D











LG Alex





5. April 2016

Anlegen einer Kräuterschnecke/Kräuterspirale



Das Jahr 2016 habe ich für mich mal wieder zu einem Jahr der vielen Gartenprojekte erklärt.

Ich habe das schöne Wetter der vergangenen Tage genutzt und mal eben schnell innerhalb von 2 Tagen eine neue Kräuterschnecke errichtet.

Die alte Kräuterspirale hatte nach fast 12 Jahren ausgedient und allmählich vollkommen überwuchert. Der Platz dafür war meiner Meinung nicht optimal dafür geeignet, da er vormittags sehr schattig lag. Außerdem war der Weg dorthin zu weit. Für die jetzt freie Stelle habe ich mir bereits schon wieder etwas neues einfallen lassen, aber dazu gibt es später einen neuen Post :-D

Die neue Kräuterecke liegt direkt an der Terrasse und bekommt den ganzen Tag Sonne ab. Der Platz war vorher ein kleines Staudenbeet, welches mir schon länger nicht mehr gefallen hat. Durch die Hanglage war es oben meist zu trocken, in der unteren Hälfte teilweise sehr feucht.

Bei der alten Kräuterschnecke hatte ich damals den Fehler gemacht einfach ein paar Steine um einen großen Erdhaufen zu schlichten. Nachteil war, dass sich erstens Wühlmäuse von unten einnisten konnten, zum anderen wucherte nach einiger Zeit ringsum Unkraut aus den Steinlücken hervor.

Wie ihr sicherlich schon wisst habe ich immer genug Steine im Garten liegen, so waren diese schnell mit dem Schubkarren herbeigekarrt.
Angefangen habe ich mit großen schweren Steinen auf ebenem Untergrund.


Die Steine liegen lose übereinander, ohne Befestigung. Ein Geduldsspiel, aber irgendwann findet jeder Stein den optimalen Platz ohne zu Wackeln. 



Nach den ersten paar Reihen habe ich dann als Drainage und Schutz vor Wühlmäusen jede Menge Kieselsteine in den Steinhaufen geschüttet.



Auf die Kieselsteine habe ich frische Komposterde geschüttet, darüber dann im oberen mediteranen Bereich nochmals Kiesel.



Am unteren Ende der Spirale habe ich einen kleinen Miniteich angelegt, dieser ist mit Teichfolie ausgelegt. Da es dort sowieso sehr feucht ist fand ich den Platz sehr geeignet, und er hat sich auch schnell von selbst mit Wasser gefüllt. Am nächsten Tag saß dann doch glatt schon ein Frosch im Wasser.


Bepflanzt habe ich mit ein paar Kräutern aus der alten Schnecke, es kommen aber im Laufe der nächsten Tage noch einige neue hinzu.





Momentan haben folgende Pflanzen ihren Platz gefunden (von oben nach unten):
- Lavendel
- Salbei
- Bohnenkraut
- Rosmarin
- wilder Majoran
- Pimpinelle
- Zitronenmelisse
- Schnittlauch
- Pfefferminze
- Wasserminze



Jetzt muss alles wieder wachsen und gedeihen, ich freue mich schon wieder auf die Ernte.




LG Alex





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